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Jahresbericht 2025 von InVIEdual

  • vor 4 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Aus dem Editorial

Wie wichtig die stetige Arbeit von InVIEdual ist, hat sich Ende letzten Jahres gezeigt. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) wollte ohne Rücksprache und Berücksichtigung unserer Voraussetzungen das Kreisschreiben über den Assistenzbeitrag anpassen. Die maximale Arbeitszeit hätte pro Tag und Assistenzperson nicht mehr als 11 Stunden betragen dürfen, und die kantonalen Normalarbeitsverträge (NAV) wären zwingend gewesen. Mit den vorgesehenen Kürzungen sahen wir uns mit einer Situation konfrontiert, die unser Leben mit dem Assistenzbeitrag in Frage stellte und uns verunmöglichte, laufende Verpflichtungen aus unseren Arbeitsverhältnissen einzuhalten. Durch unseren vehementen Einspruch konnten wir die Veränderungen rückgängig machen und so sicherstellen, dass wir sichere Rahmenbedingungen für uns als Arbeitgebende haben.


Des Weiteren mussten wir leider einen enttäuschenden Gegenvorschlag des Bundesrates zur Inklusionsinitiative hinnehmen. Die Initiative will die Bundesverfassung so ergänzen, dass die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen garantiert wird. Auch hier wird unser Engagement vertreten durch Simone Leuenberger einen wertvollen Beitrag dazu leisten, für unsere Rechte als Assistenznehmende einzustehen.


Deshalb bedanke ich mich im Namen des gesamten Vorstands bei allen Mitgliedern für ihre Unterstützung und die tägliche Arbeit für den Assistenzbeitrag. Gemeinsam können wir Brücken bauen und dafür kämpfen: «Was für andere normal ist, darf für uns kein Luxus sein.»


Für den Vorstand

Gian Andrea Kollegger


Im Jahr 2025 standen folgende Aktivitäten im Vordergrund


  • Zu folgenden nationalen und kantonalen Vorlagen haben wir eine Vernehmlassungsantwort geschrieben

  • Wir haben das Positionspapier «Hilflosenentschädigung: Warum wir die Aufhebung der 100%-igen Anrechnung beim Assistenzbeitrag fordern» verfasst und ans BSV und EBGB verschickt.

  • Wir haben das Positionspapier «Wie Arbeitsrecht die Selbstbestimmung torpediert – Beispiel Modell-NAV SECO» an alle Kantone verschickt mit der Bitte um Berücksichtigung bei NAV-Änderungen. Eine Kopie ging jeweils an uns bekannte Kantonspolitier_innen. Das Papier ging ebenfalls an die Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung IGAB und an TravailSuisse.

  • Erfolgreiche Intervention beim BSV aufgrund der Änderung des Kreisschreibens auf 1. Januar 2026 «Selbstbestimmung unter Druck: Intervention von InVIEdual zeigt Wirkung»

  • Arbeitsgruppe «politisches Engagement» hat das Papier «AssistenzBUDGET statt AssistenzBEITRAG» verabschiedet

  • Austausch mit verschiedenen Organisationen zu unterschiedlichen Themen

    • Sozialinfo, Stelleninserate Assistenz

    • Entlastungsdienst Schweiz (Kanton Bern), Notfallassistenz und nutzer_innen-gesteuerter Assistenzdienst

    • Cap Contact, Assistenzberatung

    • VIP Verein zur Interessenvertretung von Privatwohnenden mit Assistenz, Zusammenarbeit

    • Assistenzbüro, Zusammenarbeit

    • Mein Assistenz, nutzer_innen-gesteuerter Assistenzdienst

    • Behindertenforum Basel, Arbeitsverträge und 24-Stunden-Assistenz

  • Treffen mit IVS Wien Interessensvertretung sozialer Dienstleistungsunternehmen für Menschen mit Behinderungen und Austausch über die Rahmenbedingungen für ein Leben persönliche Assistenz

  • In folgenden Gremien hat InVIEdual mitgearbeitet:

    • AG Assistenzbeitrag Inclusion Handicap

    • Programmausschuss «Wohnen» zur Behindertenpolitik 2023-2026 des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB)

    • InVIEdual ist mit Simone Leuenberger im Initiativkomitee der Inklusions-Initiative vertreten

    • InVIEdual ist mit Emmanuelle Chaudet-Julien in der Kommission für Inklusion und Begleitung von Menschen mit Behinderung (CIAP) des Kantons Neuenburg vertreten

  • Schulungen, Referate, Diskussionen zu Assistenz

    • Unser Mitglied Anik Muhmenthaler hat wiederum an drei Halbtagen zukünftige Sozialpädagog_innen der BFF Bern für ein Leben mit persönlicher Assistenz sensibilisiert.

    • Sozialpolitische Kommission Procap Schweiz, Podiumsdiskussion

    • Stiftung Mosaik, Erfahrungsaustausch Assistenz


Unsere (Medien-)Kommunikation

  • Medienbeiträge über InVIEdual bzw. mit Beteiligung von InVIEdualist_innen und ein Leben mit persönlicher Assistenz (was uns zu Ohren kam)

  • Präsenz auf Facebook, Instagram und Linkedin, X und Bluesky mit Informationen zum Thema Assistenz

  • Videos zu Assistenz, Selbstbestimmung und Freedom Drive auf Youtube

  • Versand von zwei Newslettern


Weitere Informationen zu Zielen, Zukunft und Finanzen finden Sie im folgenden, vollständigen Jahresbericht.

Menschen schauen im Abendlicht auf einem Steg Richtung Meer

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